These 1

Bildungspolitik muss man vom einzelnen Schüler und seinen Begabungen her denken.

Eine vernünftige Bildungspolitik sollte junge Menschen auf ein erfolgreiches Leben vorbereiten und das bedeutet: Individuelle Stärken fördern. Jeder hat unterschiedliche Veranlagungen und Begabungen, die entsprechend gestärkt und wertgeschätzt werden müssen.

Wir haben immer höhere Abiturienten- und Akademikerquoten (oft mehr als man brauchen kann), gleichzeitig mangelt es an qualifizierten Bewerbern in den Ausbildungsberufen. Seit 2014 gibt es in D mehr Studienanfänger als junge Menschen die eine Berufsausbildung beginnen.

Woran liegt das? Das Bundesinstitut für Berufsbildung stellt fest: „Jugendliche achten darauf, welche Folgen der gewählte Beruf für ihre soziale Identität hat.“ Also im Klartext: Welches Ansehen mit dem Beruf verbunden ist. In einer Studie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung heißt es: „Könnte man Frisör studieren, wäre für viele die Welt bereits in Ordnung.“

Ist das nicht schlimm? Ich denke, es ist unser aller Aufgabe, die gesellschaftliche Anerkennung nichtakademischer Abschlüsse und Berufe zu fördern. Das kann die Politik schließlich nicht verordnen.

Allerdings hat eine verfehlte Bildungspolitik zu der angesprochenen Entwicklung beigetragen. Auch wenn sich Linke und SPD immer als Anwalt des kleinen Mannes darstellen: Ihre fehlgesteuerte Bildungspolitik mit einem Akademisierungswahn führt genau dazu, dass nichtakademische Ausbildungsberufe und das Handwerk zunehmend als weniger wertvoll angesehen werden.

Wir als AfD setzen uns für ein flächendeckendes Angebot einer stark berufs- und praxisorientierten Schulform ein. Die Verantwortung, allen Schülern gerecht zu werden, darf nicht länger bei Einheitsschulen abgeladen werden.

Wir wollen auch die duale berufliche Bildung stärken, also die Ausbildung in Unternehmen und staatlichen Berufsschulen. Man kann zurecht sagen: Das ist ein deutsches Erfolgsmodell.

Wir wollen Realschulen mit einem Mittleren Bildungsabschluss fördern. Das Gymnasium bleibt diejenige Schulform, die die Voraussetzungen für ein Studium vermittelt. Das Abitur muss dabei wieder eine Studienbefähigung werden und darf keine bloße Studienerlaubnis darstellen.

Zusammengefasst: Unser Schulsystem muss auf die individuelle Begabung unserer Schüler mehr Rücksicht nehmen. Es muss für jeden was dabei sein. Dann brauchen wir auch keine sogenannten Fachkräfte zu importieren. Wir können sie selbst ausbilden.

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