Ländlicher Raum

Deutschland muss lebenswert bleiben – auch und gerade im ländlichen Raum. Ich führe viele Gespräche in meinem Wahlkreis: Am Infostand, über den Gartenzaun hinweg beim Flugblätter verteilen oder auf AfD-Volksfesten, nicht selten auch über
soziale Medien. Der Tenor ist meist der gleiche: Die Leute fühlen sich von der Politik vergessen.

Man redet immer vom ländlichen Raum, aber wirklich ändern kann oder will niemand die schlechte Lage vor Ort: Die medizinische Versorgung lässt zu wünschen übrig, der Arzt ist zu weit weg oder nimmt keine Patienten mehr an, Einkaufen kann man vor Ort auch nicht mehr und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist mangelhaft bis nicht vorhanden. Dass die Altparteien, getrieben von den Grünen, nun auch noch den Individualverkehr ausbremsen bzw. auf E-Autos setzen zeigt: Hier hat sich die Politik von der Lebenswirklichkeit der Menschen abgekoppelt.

Von der Digitalisierung redet man seit Jahren und tatsächlich wäre eine digitale Infrastruktur Voraussetzung dafür, dass sich Unternehmen auch außerhalb des engeren Verflechtungsraums um Berlin ansiedeln und Arbeitsplätze entstehen. Passiert ist hier bisher jedoch nichts. Das muss sich ändern. Brandenburg ist mehr als der Speckgürtel um Berlin.

Auf die Digitalisierung angewiesen sind heutzutage auch unsere Landwirte. Nicht nur, dass die Politik sie nicht ausreichend unterstützt: Oftmals erschweren Ihnen unsinnige, ständig neue Verordnungen und Regulierungen das Wirtschaften, zumal der Kostendruck der Betriebe durch den Großhandel und die internationale Konkurrenz, die meist unter anderen Bedingungen produzieren kann, steigt.

Ich denke, dass wir nur durch den Schutz vor unfairer Konkurrenz und mehr regionaler Wertschöpfung einen Weg aus diesem Dilemma finden können. Dafür muss die Politik die richtigen Weichen stellen. Wo die bäuerlichen Betriebe verschwinden, stirbt auch das Land.