Bildung und Wissenschaft

Eine vernünftige Bildungspolitik sollte junge Menschen auf ein erfolgreiches Leben vorbereiten und das bedeutet: Individuelle Stärken fördern. Jeder hat unterschiedliche Veranlagungen und Begabungen, die entsprechend gestärkt und wertgeschätzt werden müssen.

Wir haben in Deutschland immer höhere Abiturienten- und Akademikerquoten, gleichzeitig mangelt es an qualifizierten Bewerbern in den Ausbildungsberufen. Seit 2014 gibt es in D mehr Studienanfänger als junge Menschen die eine Berufsausbildung beginnen. Dabei ist die duale Ausbildung in Unternehmen und Berufsschulen ein deutsches Erfolgsmodell. Auch wenn sich Grüne, Linke und SPD immer als Anwalt des kleinen Mannes darstellen: Ihre fehlgesteuerte Bildungspolitik mit einem Akademisierungswahn führt genau dazu, dass nichtakademische Ausbildungsberufe und das Handwerk zunehmend als weniger wertvoll angesehen werden. Diese Fehlsteuerungen müssen behoben werden. Wir brauchen keine sogenannten Fachkräfte zu importieren. Wir können sie selbst ausbilden.

Und besonders wichtig: Bildung und Wissenschaft müssen ideologiefrei sein. Wir fordern, dass sämtliche ideologisch motivierten Pseudowissenschaften, wie die Genderforschung, nicht länger mit Steuergeldern finanziert werden. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verfügte etwa im Jahr 2019 über einen Förderungsetat von gut 3,3 Milliarden Euro, gut zwei Drittel dieser Mittel zahlt der Bund. Die DFG schüttet ihre begehrten Fördermittel natürlich gerne an Forschungsprojekte aus, die in vorauseilendem Gehorsam die gewünschten zeitgeistigen Themen bearbeiten. Zwischen 2015 und 2019 förderte die DFG etwa allein 581 Projekte mit Bezügen zur sogenannten „Rassismusforschung“.

Statt die ideologische Durchdringung von Schulen und Universitäten voranzutreiben, sollte die Politik lieber die Bildungsstandards aller Schulformen und Bildungseinrichtungen wieder auf das Niveau einer führenden Wissenschafts- und Industrienation anheben. Eine erfolgreiche Bildungspolitik muss Anstrengungsbereitschaft und Fleiß einfordern. „Wer das Leistungsprinzip untergräbt, setzt eines der revolutionärsten demokratischen Prinzipien außer Kraft“ (Josef Kraus, ehemaliger Präsident des Deutschen Lehrerverbandes). Freie Gesellschaften haben Leistung als zentrales Kriterium für Status und Erfolg festgesetzt, unfreie Gesellschaften Vermögen oder Stand.

Und zu guter Letzt sei noch das Schlagwort ‚Digitalisierung‘ angesprochen. Viele Bildungspolitiker verstehen darunter, dass ganze Klassen mit Tablets versorgt werden. Gerade so als ob die Generation Smartphone Nachhilfe bräuchte, wie man mit Tablets umgeht. Diese Projekte kosten vor allem eines: Viel Geld. Globalisten wie die Internetriesen Apple, Google und Microsoft sind Lobbyisten und Profiteure dieser Politik. Grundsätzlich benötigen Schulen selbstverständlich eine moderne, zeitgemäße IT-Ausstattung und eine gute digitale Infrastruktur. Aber obwohl der Bund einen fünf Milliarden Euro schweren Digitalpakt aufgelegt hat und für diese bundesseitige Mitfinanzierung des Bildungsbereichs sogar die Verfassung ändern musste, hat sich hier kaum etwas bewegt. Das konnte man besonders in Zeiten der Schulschließungen sehen.

Man sieht: Im Bereich Bildung und Forschung gibt es viel zu tun.